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   RASSE   


Der Australian Shepherd, liebevoll Aussie genannt, ist ein aufmerksamer,
äußerst loyaler Hund, mittlerer Größe, der zu den Hütehunden zählt.

Als Hütehund hat er etwas andere Ansprüche als ein "normaler" Hund.
Ganz wichtig ist, dass er tägliche geistige und körperliche Beschäftigung braucht.
Ist diese im ausreichenden Maß vorhanden, wird er sich in der Wohnung ruhig und
unmerklich verhalten. Ausreichende Beschäftigung bedeutet nicht, dass man sich
täglich 24 Stunden mit dem Aussie befassen muss.
Es genügt, wenn man ca. 2 - 3 Stunden am Tag mit seinem Hund draußen ist und
ihn auf diesen Spaziergängen nicht ausschließlich seine eigenen Wege gehen lässt,
sondern ihn auch dort beschäftigt.
Sei es durch Ballspielen, Unterordnung oder Futtersuchspiele.
Der eigenen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch sollte man im Haus
noch etwas mit dem Aussie tun. Auch hier ist jede Beschäftigung geeignet,
und sei sie noch so ausgefallen (z.B. Einüben von Tricks, wie Pfote geben,
Slalom durch die Beine, winken usw.). Mit diesem "Programm" kann man einen
Aussie schon sehr gut auslasten.
Natürlich darf es auch hin und wieder ein bisschen mehr sein.

Man sollte sich aber immer bewusst machen, dass ein Hund auch fordert,
was man ihm anbietet. Also, wenn Sie ihren Aussie von Anfang an 6 Stunden
mit draußen haben und 2 Stunden am Tag mit ihm Ballspielen,
wird er es immer so haben wollen - daher sei hier nicht nur vor
der Unter-, sondern auch vor der Überbeschäftigung gewarnt.

Der Australian Shepherd ist ein sehr wachsamer Hund,
der alles was zu ihm gehört beschützt und Fremden gegenüber
in der Regel sehr zurückhaltend ist. Diese Eigenschaften sind
im Normalfall bei den Hunden, die aus Arbeitslinien gezogen sind
stärker vertreten, als bei Hunden, die eher aus einer Showlinie kommen.
Wie bei allem gibt es natürlich hüben wie drüben Ausnahmen.

Der Aussie ist im allgemeinen leicht trainierbar und daher auch in den
verschiedensten Bereichen einsetzbar. Er eignet sich für alle Sparten
des Hundesportes (wie z. B. Agility, Obedience und Flyball),
weiterhin als Therapie- und Blindenhund und ist auch in der Rettungsarbeit einsetzbar.
Auch hier ist es aber wie überall, einem Aussie ist es möglich das alles zu erlernen,
dazu muss man ihn aber auch ausbilden, so wie jeden anderen Hund auch.
Auch ein Aussie kommt nicht erzogen und fertig ausgebildet auf die Welt.
Ist man bereit, diese Zeit in den Hund zu investieren, wird man mehr als
nur einen guten Arbeiter in ihm finden, nämlich einen sehr guten Freund,
der einen auf Schritt und Tritt begleitet.

Ist man allerdings nicht so ganz überzeugt von der zeitintensiven Ausbildung,
kann es einem passieren, dass der Hund genau durch seine Anlagen ganz schnell
Dinge lernt, die wir uns eigentlich nicht gewünscht haben.
Als Beispiel möchte ich hier übermäßiges Bellen oder das Hüten von Autos
oder Kindern nennen. Das sind sicherlich noch die harmloseren Dinge,
die sich ein Aussie selber beibringen kann, können aber auch ganz schön nervig sein.

Deshalb sollte man von Anfang an eine genaue Vorstellung haben
welche Verhaltensweisen man fördert oder untersagt und
schon dem jungen Hund alle sich bietenden Gelegenheiten
zu sozialem Kontakt mit Mensch und Tier ermöglichen.
Dies ist der Grundstein für einen, auch im Erwachsenenalter,
überall beliebten und gern gesehenen Hund.

Merkmale:

Sein Fell ist ausgesprochen pflegeleicht und witterungsfest,
bei mittlerer Länge, das 1 - 2 mal pro Woche gebürstet werden sollte.

Durch die verschiedenen Farben und Abzeichen ist jeder Hund ein Unikat.
Die ausschließlich anerkannten Farben sind:

Black
Blue Merle
Red
Red Merle

Alle Farben dürfen weiße und / oder kupferfarbene Abzeichen haben.
Der Bereich um Augen und Ohren herum darf nicht von weiß dominiert werden.
Sowohl weiße Abzeichen am Rumpf als auch halb oder ganz weiße Köpfe
entsprechen nicht dem Rassestandard.

Merle x Merle Anpaarungen können zu schweren genetischen Defekten führen
und sind daher in Deutschland verboten.

Seit dem 01.06.1998 ist auch das Rutenkupieren in Deutschland,
laut Tierschutzgesetz, verboten. Des weiteren gibt es seit dem Frühling 2002
ein Ausstellungsverbot für Hunde, die nach dem oben genannten Datum kupiert wurden.

Die laut US - Rassestandard kupierten ( docked ) oder mit natürlicher Stummelrute
( nbt = natural bobtail ) vorkommenden Hunde, werden deshalb in Zukunft mit
verschiedensten Rutenlängen zu sehen sein.

Die Augenfarben sind:

Brown: ( bernstein - dunkelbraun )
vorwiegend bei black & blue merle

Amber: ( gelb - grün - bernstein )
vorwiegend bei red & red merle

Blue: ( wasser bis himmelblau )
vorwiegend bei blue und red merle´s selten bei black & red

Auch Kombinationen der oben aufgeführten Farben sind nicht ungewöhnlich.
Man nennt das dann flecked oder marbled eyes.

Pigmentierung:

Nasen, Augenlider & Lippen müssen entsprechend der Fellfarbe
pigmentiert sein, das bedeutet:

black & blue merle = schwarze Pigmentierung
red & red merle = leberfarbene ( braune ) Pigmentierung

Körpergröße:

Hündinnen zwischen 46 und 54 cm
Rüden zwischen 51 und 59 cm

Last but not Least:

Die Lebenserwartung des Aussies ist relativ hoch und er ist bekannt
dafür ein robuster & widerstandsfähiger Hund zu sein.

Damit dies auch in Zukunft so bleibt, möchten wir Sie bitten,
darauf zu achten, dass die Elterntiere Ihres Hundes frei von HD
( Hüftgelenksdysplasie ) sind, einer jährlichen Augenuntersuchung
( PRA etc. ) unterzogen werden ( Hündinnen mindestens einmal vor jedem Wurf )
und ebenfalls ein vollständiges Scherengebiss aufweisen können.
Lassen Sie sich die Untersuchungsunterlagen zeigen !

Sollten Sie mit Ihrem Aussie später ( ab dem 2. Lebensjahr ) züchten wollen,
sollte Ihr Hund in jedem Fall die oben aufgeführten Kriterien erfüllen
und dem Rassestandard entsprechen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Sandra & Robert Lieppert
Ehgartenstr. 21
86438 Kissing
Tel: 08233 / 7395246
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